Dachau - Rothenburg o.d.Tauber

2005rothenb 02Donnerstag, 05.05.05 - "Regentropfen, die an die Helme klopfen..."

Für einige der 8 forice-Radler war die erste Mehrtagestour zugleich auch eine Art persönlicher Saisonauftakt, mit teilweise noch recht wenigen Kilometern in den Beinen brachen wir -
allen Schlechtwetter-Prognosen trotzend -
am Donnerstag Morgen bei 8 Grad und Gegenwind zum ersten Etappenziel nach Treuchtlingen auf, begleitet von unseren treuen "Besen- und Gepäckwagen-Chef" Karl.

So flott es eben ging radelten wir über Ainhofen und Schrobenhausen in Richtung Altmühltal, schon bald erwischten uns die ersten Regentropfen und die Mittagsrast in Burgheim diente in erster Linie zum Aufwärmen und Abtrocknen.
Auf den restlichen 55 von insgesamt ca. 135 km überraschte uns im (sonst so malerischen) Wellheimer Tal hin und wieder noch mal ein kurzer Schauer, dennoch waren wir sicher, auch mal die Sonne gesehen zu haben...

 

 

Freitag, 06.05.05 - "Am Tag als der Regen kam..."
Am Freitag starteten wir gegen 9.30 Uhr
bei unveränderten Wetterverhältnissen zu weiteren 90 km
nach Rothenburg o.d.Tauber.
Die Intervalle zwischen den einzelnen Regenschauern wurden leider immer kürzer und - Hand auf's Herz - eigentlich waren das ja schon eher Regengüsse...
Und da sah man sie dann... die ersten zweifelnden Blicke aus frustrierten Gesichtern, deren Miene selbst ein "I'm singing in the rain" nicht aufhellen konnte.

Nach ausgedehnter Mittagspause mit deftiger fränkischer Kost und üblichen Trocknungs-Ritualen, sah bei der Weiterfahrt die Welt doch schon wieder ganz anders aus und siehe da, nach 35 km leuchtete zur Begrüßung die wunderschöne Silhouette Rothenburgs in der Abendsonne.

Die freundlichen Wirtsleute, ein hervorragendes Abendessen und ein nächtlicher Bummel durch die Altstadt glätteten die Wogen ebenso wie die regengetränkte Haut - und nach ein paar Absackern im "Guckloch" war der Himmel wieder sternenklar...

Samstag, 07.05.05 - "Und wie geht's jetzt weiter...?"
Seltsam, statt die Blicke auf die Räder und nach vorn zu richten, standen am Samstag Morgen alle da und schauten gen Himmel, so richtig "in die Gänge" wollte da nichts kommen -
mit dem Ergebnis, dass wir erst gegen 10.00 Uhr
zum Etappenziel Richtung Heimat nach Wemding aufbrachen und es bereits beim Gruppenfoto vor der hoch gelegenen Kulisse Rothenburgs wieder zu tröpfeln begann, dann regnete es, dann hat es gegossen...

Nach nur 23 km brachen erste Killerinstinkte durch und nach
44 km war jedem die Lust am Radfahren verhagelt - sinnigerweise wurde der Entschluss zum Abbruch der Etappe in Feuchtwangen im Gasthaus "Zur Sonne" gefasst. Mit etwas Zeitaufwand landeten wir samt Gepäck und Rädern dann per zweimaligem Transfer mit unserem Begleitfahrzeug in Wemding.

Sonntag, 08.05.05 - "Und was lernen wir daraus...?"
... wie schön doch ein warmes Plätzchen in trockener Kleidung sein kann und dass man auf dem kurzen Weg zur direkt anliegenden Wallfahrtskirche "Maria Brünnlein" gleich wieder nass wird... - Nun ja, das Aufstellen einer Kerze und die dringliche Bitte an Petrus, er möge uns von nun an mit seinem kühlen Nass von oben verschonen wurde leider nicht erhört, die Graupelschauer am Sonntag Morgen waren Anlass genug, die Rückfahrt nach Dachau mit dem Rad bleiben zu lassen. Dank der freundlichen Abholaktion durch Marianne und Rudi waren alle am Sonntag Mittag bereits wieder per Auto zu Hause.

Einfach schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat - trotzdem fiel diese von Andreas geplante Tour mit schönen Strecken nicht buchstäblich ins Wasser, im Gegenteil - Schön war's - und Regen bringt Segen...!