Donnerstag, Februar 09, 2023

Tour im oberen Altmühltal

Klick für mehr BilderAn Christi Himmelfahrt trafen sich Radsportlerinnen - und Radsportler vom Dachauer Radsportverein forice 89 und dem befreundeten Verein aus Altensteig im Nordschwarzwald im schönen oberen Altmühltal in Lammelbach bei Herrieden. Von dort aus wurden bei schönstem Wetter gemeinsame Radausfahrten unternommen.

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Am ersten Tag radelten wir entlang der Altmühl flußabwärts über Ornbau, dann entlang dem Altmühlsee nach Gunzenhausen. Kurz in die Altstadt und gleich weiter entlang der Altmühlüberleiter zum Kleinen Brombachsee. Da Feiertag war, schlängelten wir uns an vielen Radtourenfahrer vorbei über die befahrbare Staumauer zwischen dem Kleinen und Großen Brombachsee, welcher erst im Jahre 2000 voll aufgestaut wurde, den Igelsbachsee links liegen gelassen nach Enderndorf am See. Im dortigen Cafe ‚Zum Hafen‘ genossen wir auf der Sonnenterasse guten Kaffee und hausgemachte Kuchen und Torten.


Ab nun an  radelten wir auf hügeligen Nebenstrecken weiter über Spalt und Haundorf nach Wolframs-Eschenbach. Der Deutsch Orden prägte die Stadt an der alten Fernhandelsstraße von Nürnberg über Stuttgart nach Straßburg. Der Ritterorden errichtete das gotische Münster. Es handelt sich um die erste weiträumige gotische Hallenkirche in Franken, welche wir auch besichtigten. Über Merkendorf und Ornbau gelangten wir wieder an  die Altmühl und dann zügig zurück mit Rückenwind direkt zu unserem Landgasthof Birkel. Da wir ja heute durch Spalt radelten, probierten wir noch auf der Sonnenterasse im Biergarten die verschiedenen Bierspezialitäten von der Spalter Brauerei durch bei herrlichstem Sonnenschein, davon kann man nur träumen, bei unserem regnerischen Wetter zur Zeit im Juni. Abends genossen wir noch fränkische  Leckereien, wie Schäufele und Bratwürste.

Am Freitag stand die berühmte Stadt Rothenburg ob der Tauber als Tagesziel auf dem Programm. Nach dem Gruppenfoto radelten wir aber zuerst über den Ansbacher Weg durch Dombach im Loch nach Ansbach. Auch da besuchten wir die Kirche und die Markgräfliche Residenz liessen wir links liegen und den Hofgarten mit der Orangerie konnten wir nur erahnen hinter dem Schloßplatz. Weiter strampelten wir ortsauswärts zum herrlich gelegenen Burgenradweg entlang der Fränkischen Rezat über Colmberg nach Rothenburg. Ein kurzer Rundgang mit vielen Fotostopps durfte natürlich nicht fehlen, es gibt immer noch Leute, die noch nie da waren, aber eine ganz kleine Minderheit. Wir kannten Rothenburg von früheren Radausfahrten und nach dem Kulturschock ging es zügig weiter auf die Frankenhöhe. Nicht fehlen durfte der 16 % kurze Anstieg nach Wachsenberg, welchen unsere Radkollegen von der Radschmetterlingsausfahrt im letzten Jahr auch mit viel Schweiß meisterten. Oben angekommen rollten wir auf kleinen Straßen, zum Teil auch auf Waldwegen bis nach Hornau, wo wir wieder die Altmühl kurz nach ihrer Quelle erreichten. In Burghausen fanden wir versteckt ein uriges Gasthaus "Zur Krone". Die ganze Wirtsfamilie wurde mobil gemacht, Marlene half beim aufdecken und Kaffee servieren, der ganze Kuchenvorrat wurde aufgegessen, auch noch die Reste vom Hefezopf und Nusskuchen verspeisten wir komplett.  Frisch gestärkt nun auf dem gut ausgeschilderten Altmühlradweg ohne Navigationsprobleme und dauernden Kartenschauen radelten wir bis Jochsberg. Unsere Radtourengruppe verpassten wir dort knapp, bei der Privatbrauerei "Reindl" bekamen wir ganz frisches Weissbier zu trinken und das beste daran, unser Bürgermeister von Altensteig feierte mit uns seinen Einstand und übernahm die Bewirtungskosten. Wir freuten uns sehr, dass er wieder wie im letzten Jahr nach Bourg St. Maurice mit uns dabei ist und natürlich auch über seine sehr fitte Vorzimmerdame. Die letzten 15 km bis nach Lammelbach altmühlabwärts meisterten wir alle mit Bravour. Abends trafen wir uns in Herrieden und im Gasthof Limbacher wurden wir mit regionalen Gerichten beim "Tag der Regionen" bis spät in die Nacht bei einem ausgiebigen Menü verwöhnt.

Samstags erkundeten wir den südlichen Teil unserer diesjährigen Gegend und radelten über Königshofen und Dorfkemmathen nach Dinkelsbühl. In der  „Schönsten Altstadt Deutschlands (Focus)“ drehten wir auch ein paar Runden, die Altensteiger kamen sich wie daheim vor bei diesen Fachwerkhäusern, auch die Kirche besichtigten wir natürlich und die von der damaligen Gartenschau noch erhaltenen Grünflächen ließ das Gärtnerherz höher schlagen. Dinkelsbühl ist es wert, noch einmal und mit mehr Ruhe besucht zu werden. Entlang der Wörnitz, Radweg Romantische Straße, ging es zügig weiter nach Schillingsfürst, wo wir nach anstrengender Steigung das Schloß erreichten und bei schönstem Wetter den Biergarten des Schloßcafes mit unserer Anwesenheit beglückten und Eiskaffee, Käsekuchen und sonstige Süßigkeiten uns gönnten.
Am Wasserturm vorbei strampelten wir frisch gestärkt bis Jochsberg, aber welch ein Schock, die Privatbrauereigaststätte von gestern hatte Ruhetag, so mussten unsere Plastikflaschen herhalten bis Herrieden, wo wir in der Linde neben der Kirche einige kleine Tische zusammenstellten und noch uns ein Kellerbier gönnten. Auf der Fahrt zum Landgasthof hielten einige noch bei Fritz und Regina am Wohnmobil an der Stadtgrenze an und probierten noch fränkische Bratwurst, Reginas vorzüglichen Kuchen und Most von Fritz. Da heute eine Hochzeit in unserem Landgasthof gefeiert wurde, sind wir wieder nach Herrieden gelaufen / geradelt / gefahren und genossen das fein aufgetischte Abendessen im Landhotel Sonne und so klang die diesjährige Ausfahrt mit unseren Altensteiger Freunden, welche dieses mal wieder in großer Überzahl waren,  gemütlich aus.

Trotz den vielen Biergarten – und Cafebesuchen sind wir täglich knapp über 100 km geradelt, auch unsere Radtourengruppe, zum Teil schon mit elektrischer Unterstützung kam auf 60 km jeden Tag. Am Sonntag Morgen verabschiedeten wir uns von allen und der Reiseberichtautor liess es sich nicht nehmen, die knappen 200 km bis in den Dachauer Landkreis über Gunzenhausen und Weissenburg, dann bis kurz vor Eichstätt auf der B13 und weiter über Dollnstein -  Burgheim – Illdorf – Ehekirchen, durch das topfebene Donaumoos bis Schrobenhausen, dort zur Stärkung nochmals Spargel mit Schnitzel und dann vollends über Hilgerthausen nach Karlsfeld zu radeln.

Wir freuen uns schon auf 2017, wo wir wieder eine Ausfahrt anbieten vom 24. bis 28.05.2017 oder vielleicht doch erst vom 14. – 18.06.2017. In diesem Jahr hatten wir endlich mal richtig Glück mit dem Wetter, das Vorjahr war ja recht heiss mit der Tour in die französischen Alpen und starken Regengüssen bei manchen Ausfahrten zuvor.