Montag, Oktober 03, 2022

Mach mich auf den Weg, oder anders: . Ein Weg der niemals Enden will : MEGAMARSCH 2019

Günter 1Manche unserer Vereinsmitglieder fahren mal nur so 220km rund um München, andere planen 1200km nonstop bei Paris-Brest-Paris zu fahren. Günter Kraus ist da etwas anders gepolt - Er macht extrem Wanderungen. Rund um den Starnberger See ist da quasi nur das WarmUp für das was er vor kurzem gemacht hat.

Günter marschierte nonstop von München nach Mittenwald, und da es auf flacher Strecke ja ganz einfach wäre ging die Route über den Kesselberg  nach Mittenwald, 105km nonstop in 26 Stunden wahrlich ein Megamarsch.

Hier sein Bericht

Als ich am 1. Mai um den Starnberger See ging, um die Ausrüstung noch mal zu testen, ging ich sehr optimistisch an den Start, die Wetterprognosen waren allerdings mehr als andere als gut, im laufe der Woche wechselten die vorhersagen, zwischen Unwetter und Schnee und ergiebiger Dauerregen hin und her... gut die Ausrüstung passt. noch schnell einen Poncho bestellt - sicher-ist sicher.


Am 11. Mai ging es los um 16:00 Uhr Start (und gleich mit kurzen Schauer) in herrlicher Landschaft an der Isar entlang- und ab Wolfratshauen, die Nacht war längst angebrochen weiter mit Stirnlampe und Musik an der Loisach entlang. Dann ab der Vp2 kam der erwartete Dauerregen. Poncho an und weiter. bis dahin schon 40 km gegangen. die restliche Nacht im nicht nachlassenden Regen.

weitere Bilder gibt es hier


Bei der Vp 3 am Kochelsee die Frage : weiter? Füße ok! Müde? und wie; Geist: eh klar; der Regen wurde kälter ich checkte die Ausrüstung wechselte das kurze Shirt gegen ein langes und wieder die Regenklamotten an mit Regenhose und den Radgamaschen weiter den Kesselberg hoch, dann die erleichternde Nachricht durch einen Ordner. "Der Regen ist aus ! - hurra !- es kommt Schnee :( . "
Entlang am Walchensse bis am Ende des Sees die Vp4 kam. 80 km des Weges hinter sich. Die restlichen 20 km über moderate Hügellandschaft und klar bei Dauerregen. Es ging an die Grenzen- durchgeweicht bis auf die Haut, die Füße brennen.

Der Geist täuschte Menschen vor die gar nicht da waren. und immer kurz vorn einschlafen.  Die Red Bull Dose, hatte ich als Notreserve im Gepäck. Mit letzter Kraft schlich ich dann nach fast 26h und 105 km ins Ziel.

Es bleibt: Erinnerung an nette Menschen und Gespräche. Das Grün der Bäume und die herrliche Landschaft. offen bleibt die Frage: was wird kommen?