Donnerstag, Februar 09, 2023

456 Kilometer - am Stück

flecheDie Wartburg - weltbekannt durch Luthers Bibelübersetzung und dem angeblichen Tintenfleck an der Wand. Ein Ort, den man gesehen haben muss. Passend, dass es ein Rennrad Brevet mit genau diesem Ziel gibt. Das außergewöhnliche an dieser Brevet ist, dass die Teilnehmer die Strecke selbst festlegen können - die geforderte Mindeststrecke betrug 360km. Die erfahrenen Rennradler der Soli nahmen nicht zum ersten Mal Teil, aber dieses Mal wurden sie von forice-Rennradlerinnen unterstützt. Insgesamt starteten 7 Teilnehmer:innen vom Dachauer Schloß (Christina und Claudia von forice) und nahmen die 456km lange Strecke nach Eisenach auf sich. 4 weitere starteten in Donauwörth, sodass sie eine etwas verkürzte Tour zu fahren hatten.

Die Strecke führte über Neuburg an der Donau (erste Rast) über Weißenburg nach Herrieden an der Autobahn A6. In Herrieden war eine längere Pause in einer Pizzeria, um die Kraftreserven für die Nacht aufzufüllen. Das Wetter war für die Tour nicht optimal, denn es war dicht bewölkt, kalt und regnerisch. Auf dem ersten 220km langen Teilabschnitt bis zur Pizzeria hatten die Radler sehr viel Glück, denn sie wurden von heftigen Regenfällen verschont. Richtig nass wurde es erst die letzten 3km bis Herrieden, aber die Pause bot die Möglichkeit die Kleidung zu trocknen.
Um 20:30 setzten die Radler die Fahrt fort. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit erlitt Claudia eine Reifenpanne, die nach kurzer Reparaturzeit behoben werden konnte. Hierbei musste leider auch der Mantel getauscht werden. In der Nacht waren die Ortschaften durch die Maifeuer und -Wachen erleuchtet. Die vorbeifahrenden Radler lösten allerorts Staunen aus. Die Strecke verlief östlich an Würzburg vorbei nach Schweinfurt und über Mellrichstadt nach Bad Salzungen. Danach kamen kurz vor dem Ziel die anstrengenden Anstiege, vor allem mit dem Rennsteig und dem finalen Anstieg zur Wartburg am Schluss.

Nach genau 24h mit einer reinen Fahrzeit von 18,5h erreichten die Dachauer Radler überglücklich und leicht verschmutzt die Wartburg. Alle waren gesund durchgekommen. Eine anstrengende Tour, aber ein einmaliges Erlebnis.