Donnerstag, Februar 09, 2023

forice Tour durch Ostbayern

Tour2022 3Auch dieses Jahr fand bei forice wieder eine Mehrtagestour statt. Auf Grund der Ferienzeit und den ausgebuchten Hotels ging es leider wieder nicht nach Klagenfurt sondern durch Ostbayern. Frank hatte sich eine tolle Strecke ausgedacht und es ging über 4 Etappen mit insgesamt 650km und 6000 Höhenmetern.

An Fronleichnam starteten 12 Mitglieder und Uta mit dem Begleit-Bus um 8 Uhr am Unteren Markt. Es ging auf den bekannten Strecken der forice-Ausfahrten in Richtung Norden über Markt Indersdorf bis an die Donau nach Neuburg. An der Donaubrücke kam der erste Regenschauer, der die Radler und auch die Fahrräder nass werden ließ. Dieser war aber nach ca 10-15min schon wieder vorüber. An der ersten Verpflegungsstelle wartete bereits Uta und alle freuten sich über ihren Kuchen, den sie extra für die Tour gebacken hatte. Die Strecke führte weiter entlang der Donau bis nach Regensburg, insgesamt waren 165km bei 900hm zu bewältigen. Ca 30km vor dem Ziel donnerte es und bei einer längeren Abfahrt geriet die Gruppe in ein heftiges Gewitter. Alle fuhren vorsichtig und niemand kam trotz des vielen Wassers auf der Fahrbahn zu Sturz. Im nächsten Ort stellten sich alle an einer ehemaligen Tankstelle unter, denn es regnete immer heftiger und an ein sicheres Radfahren war nicht mehr zu denken. Alle waren pitschnass und ausgekühlt, aber nach dem Gewitter wurde es wieder sonnig und warm, sodass alle fast wieder trocken waren, als sie Regensburg erreichten. Einige nutzten die frühe Ankunft für einen kleinen Sightseeing-Trip mit einem kurzen Abstecher zum Regensburger Dom und einem Eis.

Als Entschädigung für den ersten Tag folgte nur noch strahlend blauer Himmel und Kaiserwetter. Tag 2 war die Königsetappe und führte von Regensburg bis nach Waldkirchen (in der Nähe von Freyung). Nach einer Ehrenrunde in Regensburg, nachdem sich die Gruppe etwas verfahren ging es gleich die ersten Anstiege hinauf. Je nach Radcomputer waren es an diesem Tag 17-22 an der Zahl und viele hatten Steigungsprozente über 10%. Auf den ersten 60km waren mit diesem ständigen Auf und Ab bereits 1000Höhenmeter zu bewältigen. tour2022 1Vor dem Anstieg zum großen Arber wartete bereits wieder Uta mit dem Bus und gut gestärkt bewältigten alle die 600 Höhenmeter hinauf. Aber auch danach war es weiter anstrengend, denn es ging weiter die Anstiege hinauf und wieder hinunter. Als kleine Überraschung hatte Frank das Hotel in Waldkirchen am höchsten Punkt des Ortes gebucht, sodass auf den letzten 2km mit einer durchschnittlichen Steigung von 15% noch einmal 180 Höhenmeter zu bewältigen waren. Eine echte Bergankunft a la Tour de France.

Der dritte Tag startete wieder mit zahlreichen Anstiegen, bevor nach insgesamt 30km Passau erreicht wurde. Hier durfte natürlich ein Abstecher ans Dreiflüsseeck nicht fehlen. Danach wurde es etwas weniger hügelig, insgesamt waren 170km und 1300hm zu bewältigen. Ab Mittag wurde es bereits sehr warm und es ging in Richtung Freilassing mit einem kleinen Abstecher nach Österreich bei Braunau am Inn. Die Anstrengung war bei den Mitgliedern bereits zu spüren und so genossen alle am letzten Abend den SPA-Bereich des Hotels.

Tour2022 2Die Rückfahrt mit 150km und 1000hm war eigentlich die leichteste aller Etappen, wurde aber zu einer Hitzeschlacht, bei der die Thermometer der Fahrradcomputer über 40 Grad Celsius aufwiesen. Eine letzte Stärkung gab es in Wasserburg am Inn, bevor es ab dem Ebersberger Forst flach wurde und der forice Express trotz der Hitze so richtig ins Rollen kam. Die letzten 50km wurden in unter 90 Minuten gefahren.

Alle kamen sturzfrei über die 4 Tage. Auch gab es bis auf 2 platte Reifen und einer gebrochnen Schuhplatte keine größeren Pannen. Besonderer Dank geht an Uta im Begleitfahrzeug, die nicht nur den Gepäcktransport übernahm sondern für alle Eventualitäten immer zu Stelle war. Es blieben keinerlei Verpflegungswünsche (Für wen soll ich ein Snickers kaufen?) offen und überraschte uns immer wieder mit Leckereien, die sie für uns gekauft hatte. Speziell am letzten heißen Tag sorgte sie dafür, dass wir nicht verdursteten. Auch war sie reaktionsschnell, falls sich doch mal jemand verfuhr oder ihn die Kräfte zum Weiterfahren verließen.