Finn - Mein Rennen Rund Um die Ludwig-Thoma-Wiese

Mein Rennen Rund Um die Ludwig-Thoma-Wiese
 
20180617 forice LTR 2018 1DS39643Vor dem Start war ich sehr auf aufgeregt. Vor genau einem Jahr hat mich der Radsport in seinen Bann gezogen. Genau wie heute bin ich -damals noch als Zuschauer- nach Dachau gereist um ein tolles Rennen zu erleben. Doch ist heute etwas anders, denn ich bin Teil vom Rennen. Ich fahre mein gerade einmal 5.Rennen heute und ist dies nicht irgendein, sondern mein Heimrennen.
 
Was während dem Rennen geschah...
 
„Schau’s dir mal die ersten paar Runden an..“, waren die Worte meines heutigen Coaches Lukas Steger.
Tat ich auch. - Für die ersten zwei Runden -. In Runde drei stand der erste Prämiensprint auf der Tagesordnung. Ich war an Position 4 und bemerkte gute 250m vor der Ziellinie eine Lücke. „Wieso nicht“ dachte ich mir und sicherte mir die erste Prämie. Bei den darauffolgenden Wertungssprints hatte ich leider nicht so gute Positionen.
Neben zwei Wertungssprints die ich aus taktischen Gründen auslassen wollte sicherte ich mir zweimal den 4.Platz. Zudem konnte ich noch 2 weitere Prämien ergattern. Fast das ganze Rennen über gab es nur eine Gangart: Kette rechts. Das machte Ausreißversuche natürlich nicht einfacher. Drei mal probierten ich und andere Mitstreiter unser Glück, ohne Erfolg.
 
Fünf Runden vor Schluss habe ich nach der zweiten 90-Grad Kurve einen Ausreißversuch gewagt. Ein weiteres Mal nur ein Versuch. Auf der Zielgeraden schwenkte ich nach links aus und guckte nach rechts in die Gesichter der anderen Fahrer die von hinten nachzogen. Offensichtlich hatte meine Attacke bei der „Konkurrenz“ einige Körner gekostet.
Also setzte ich auf Höhe vom Start/Ziel Bereich für eine weitere Attacke an.Kopf runter und Vollgas. Erst auf der zweiten Geraden hatte ich kurz Zeit mich umzuschauen.Hinter mir schloss gerade ein Fahrer auf den ich aus den letzten Rennen und vom Warmfahren schon kannte. „Fahr weiter, du kriegst die Prämie!“ schrie er. Zwar ging es mir nicht um die Prämie, sondern um den finalen Schlusssprint und die Wertungspunkte, aber zu der Prämie sagte ich nicht nein.
Wir wechselten uns dann mit der Führungsarbeit ab, es hätte nicht besser laufen können. Ordner riefen zu das der Abstand schon riesig sei. Tatsächlich habe ich das Feld danach nie wieder gesehen.
 
 
Letzte Runde
Ich habe noch am Anfang der letzten Runde die Führungsarbeit übernommen. Davon habe ich mit eine gute Position für den Schlusssprint erhofft.Nachdem das Feld außer Sichtweite war haben wir es die letzte halbe Runde langsam angehen lassen, aus taktischen Gründen natürlich. Oben an der Brücke zog Elias dann den Sprint an.
Sofort hab ich mich hinten rein gesetzt. Alles spielte in meine Karten. Der Sprint dauerte schon recht lange und ich dachte „gleich wenn er nachlässt gehe ich raus!“
Doch als der Moment kam, zumindest dachte ich das, und ich zum Überholen ansetzte merkte ich: „Der Typ lässt nicht nach!“.
Mit gingen die Gänge aus und ich kam in den Bereich wo der Sprint eher den Namen Trittfrequenz-Sprint verdient hätte.So blieb mir nur noch der 2.Platz.
Wobei der 2.Platz beim 5.Rennen doch kein schlechtes Ergebnis ist. Zudem wurde der Erfolg noch mit dem Gewinn der Oberbayerischen Meisterschaft gekürt.Ein super Rennen und ein super Tag.
 
 
Danke
Ein super Tag war es auch, nein eigentlich vor allem dank der zahlreichen und fleißigen Helfer ohne die das nie möglich gewesen wäre. Alles war echt Top organisiert und durchgeführt. Nur weiter so... Deswegen auch nochmal meinen persönlichen Dank von meiner Seite aus.