Samstag, Februar 24, 2024

Tour nach Soest vom 14.07. bis 18.07.2010

2010soestDie Idee und der Wunsch zur Durchführung einer Breitensport-Mehrtagestour in Westfalen "geisterten" schon viele Jahre (nicht nur) im Kopf unseres 2. Vorsitzenden Franz-Josef herum, endlich war es soweit. Was lange währt, wird endlich gut... vielleicht war auch dies ein Grund, dass die im diesjährigen Jahresprogramm angekündigte Tour nach Soest sich großer Teilnahme erfreute:


Mittwoch - Der Ankunftstag
Am 14.07. reisten 15 Vereinsmitglieder nach Soest ins "Pumpernickel-Land" Westfalen, der Heimat von Franz-Josef und Gisela. Bei der Ankunft am Nachmittag empfingen uns nicht nur das freundliche Personal im Haus Gellermann, sondern auch tropische 35° C, die allenfalls zum Verweilen und Abhängen im Schatten bei Prosecco mit Aperol, nicht aber zum Radfahren einluden. Wegen eines Gewitters - von dem bis heute nicht geklärt ist, ob es auf natürliche Weise entstanden ist oder durch einen heimlichen Regentanz von unserem Willi provoziert wurde - musste die für den Abend geplante Stadtführung durch Soest auf den Folgetag verschoben werden. Was den Teilnehmern im Vorfeld bereits angekündigt worden war: Tagestouren zwischen 75 und 110 km, die auch für Untrainierte mit wenig Kilometern in den Beinen geeignet und - dank der westfälischen "Pseudo-Berge" - problemlos zu schaffen sind. Zur großen Freude aller hatte sich auch unser Karl dazu hinreißen lassen, sich nach langer Rennrad-Abstinenz endlich mal wieder auf seinen "feuerroten Ferrari" zu schwingen, ein Bild aus vergangenen Tagen - einfach schön!

Donnerstag - Die "Wann-kommt-denn-der-Beckumer Berg"-Tour
Bei angenehmen Temperaturen führten uns Franz-Josef und Gisela am Vormittag nach Beckum. Die strecke führte uns durch eine von Ackerbau und Viehzucht geprägte, ländliche Gegend, die Felder in allerlei - von der langen Trockenheit gezeichneten - Farben, die bunt gescheckten Kühe mit prallen Eutern bis zum Boden, in steter Präsenz der zahlreichen Windkrafträder, die sich in dieser Region der natürlichen Energiequelle bedienen - wie wir merkten ganz zu Recht: Wind gab es immer und von allen Seiten.
Der Beckumer Berg entpuppte sich dann als sanfte Erhebung mit gemäßigter Steigung und brachte uns dennoch ein bisschen zum Schwitzen - höchst angenehm. Nach einer kurzen Mittagsrast in Beckum ging die schöne Radl-Fahrt dann weiter über Uentrop nach Welver, den Heimatort von Franz-Josef und Gisela. Einer Einkehr im Kloster-Café folgte ein Besuch bei Helmut und Annemarie, den Eltern/Schwiegereltern, die es sich nicht nehmen ließen, uns im Garten bei Weißbier und Brezn ebenso freundlich wie Bayerisch zu bewirten.
Nach der Rückkehr ins etwa 15 km entfernte Soest und einem leckeren Abendessen im Aloysius-Garten stand dann auch der Stadtführung "Mondschein-Promenade" nichts mehr im Wege. Frau Rütting führte die Gruppe überaus kompetent und informativ, wie ebenso freundlich mit Begeisterung und Witz durch die von Fachwerk geprägten, malerischen Gassen der geschichtsträchtigen Altstadt von Soest. Ein echtes Erlebnis - wie auch der Begrüßungs- und Abschiedstrunk...

Freitag - Die "Kirsch-Kern-Knacker"-Tour
Wir befinden uns also in Soest in Westfalen, in der Region Arnsberger Wald. Und genau durch diesen Wald hindurch führte uns die heutige Tour über den idyllisch gelegenen Möhne-See nach Arnsberg. Ein heißer und - bei von Beginn an stetig ansteigendem Gelände - doch etwas anstrengenderer Tag sollte uns erwarten, um so besser, dass die schattenspendenden Bäume des Arnsberger Waldes guten Schutz vor der sengenden Hitze boten. Für die beiden Tandems war es anfänglich eine "knackige" Strecke, ebneten sie doch den nachfolgenden Radlern den von unzähligen wilden Kirschbäumen gesäumten und mit den Steinfrüchten übersäten Weg und ließen es somit lautstark buchstäblich krachen! Nach einer Mittagsrast im malerischen Biergarten des "Alten Backhaus" in der Altstadt von Arnsberg führte die leicht abgewandelte, teils unbefestigte Strecke - die unserem Hubert gleich zweimal einen Platten und den anderen damit eine willkommene Verschnaufpause bescherte - wieder durch den Wald, am Möhne-See entlang, über die Möhne-Talsperre zurück nach Soest. Einen schönen Ausklang fand dieser Tag am Abend im unnachahmlichen Biergarten des zweitältesten Soester Gasthauses "Christ" - wo selbstverständlich auch auf das Wohl unseres Rudi Heinen ein Schnäpschen nicht fehlen durfte...

Samstag - Die "Detlef-im-Grillfieber"-Tour
Der ursprünglich für den heutigen Tag geplante Ausflug in die Stadt Münster war aus zeitlichen Gründen mit dem Rad nicht realisierbar, hatte doch Giselas Bruder Detlef nebst Gattin die ganze forice-Truppe zum Grillen am Nachmittag nach Welver eingeladen. Die Zeit bis dahin galt es nun also mit Radfahren wie folgt zu überbrücken:

Start: Soest. Ziel: Welver. Distanz: Etwa 15 km. Zeitrahmen: Etwa 4 Stunden.
"Mal sehen, wie weit wir kommen" lautete der Plan, der nicht wirklich einer war... Erst einmal wird Welver weiträumig umkreist, dann immer wieder zwischen 3 und 7 km Entfernung angefahren, nie aber erreicht. Bei einer zwischenzeitlich notierten Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h war ganz schnell klar, dass der Zeitrahmen nur mit weiteren "17 mal rund um Welver ohne dort anzukommen" einigermaßen eingehalten werden konnte. Schlussendlich waren dann beim Eintreffen zum Grill-Nachmittag bereits die eigentlichen Gesamt-Tages-Kilometer längst erreicht und die Meute war hungrig - so geht's also auch!
Dennoch konnte dem überaus üppigen Angebot an aufgetischten Köstlichkeiten in keinster Weise standgehalten werden: Grillfleisch, -würstl, Salate und Weißbier im Überfluss. Eindeutige Symptome von Bewirtungs-Fieber - unheilbar, aber klasse! Und weil Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält, gab es an diesem letzten gemeinsamen Abend in Soest im "Bontempi" nur noch ein paar italienische Kleinigkeiten zu futtern...

Sonntag - Der Abreisetag
Mit der abschließenden Bilanz von gut 240 km in 3 Tagen, einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von 2 kg und der Tatsache, dass bei den ausgesuchten Tagestouren niemand - außer Bergziegen vielleicht - überfordert war, verabschieden wir uns aus Westfalen.
Für die schönen, gemeinsamen Tage und Erlebnisse, für den Radl-Spaß in Eurer Heimat und für die perfekte Organisation bedanken wir uns - Franz-Josef und Gisela - nicht zuletzt auch bei Euren Familien auf das Allerherzlichste! Was lange währt, wurd' endlich ... SUPER-GUT!