Montag, Juli 15, 2024

Allianzarena 27.06.24 und wir waren nicht zum Fußball...

Aus dem Lautsprecher schallt es: „Kommando lautet -> alle Fahrer fertig, los ….. Kommando gilt -> alle fertig, los“. Bumm und los geht es in das erste Lizenzrennen für unseren Schülerfahrer Luis Göttler. Aber jetzt erst mal von Anfang an.

Seit diesem Jahr ist Luis ein treuer Teilnehmer im Jugendtraining am Dienstag. Er ist von Beginn an mit Freude und Engagement dabei und hat fast immer ein Lächeln auf den Lippen. In einem lockeren Gespräch vor etwa drei Wochen mit Luis und seinem Vater erzählte ich ihnen von den Donnerstagsrennen an der Allianzarena, vom Bahnfahren und sonstigen Möglichkeiten des Radsports. Anscheinend war Luis so interessiert, dass er am darauffolgenden Donnerstag mit seinem Vater das Rennen an der Allianzarena besuchte und sofort begeistert war. Luis wollte unbedingt am nächsten Donnerstagsrennen teilnehmen. Also blieben noch zweimal Jugendtraining und die Organisation der Teilnahme (Anmeldung, Lizenz, Übersetzungsbeschränkung etc). Bei der Organisation konnte ich auf die tolle Unterstützung von Judith Schlumberger setzen, vielen Dank nochmal an dieser Stelle für deinen Einsatz.

In den beiden Trainings war nochmal Tempowechsel fahren angesagt und am letzten Dienstag eine größere Runde für die direkte Vorbereitung. So vorbereitet trafen wir uns am Donnerstag den 27.06. um 16:45 an der Allianzarena. Und Luis strahlte und freute sich auf sein Rennen, was gibt es Schöneres. Nachdem die Räder zusammengebaut waren, fuhren wir uns auf dem Rundkurs in aller Ruhe warm. Zum einen galt es, sich die Strecke und die Kurven anzuschauen, zum anderen den Kreislauf etwas in Schwung zu bringen. Auf der Strecke waren keine Kanaldeckel, Längsfurchen oder sonstige „Stolpersteine“ zu finden, also konnte man die Kurven mit vollem Schwung nehmen. Um kurz vor 18:00 mußten wir die Strecke räumen, da das Hobbyrennen gestartet wurde. In der Zwischenzeit haben wir ein passendes Forice Trikot organisiert und auch die Startnummer darauf angebracht. Bis zum Start der Schülerrennen wurde bei Luis noch die Übersetzungskontrolle durchgeführt, die dann auch ohne Beanstandungen verlief. In der Endphase der Vorbereitung noch die letzten Kleinigkeiten erledigen und alle „losen“ Teile vom Rad entfernen. Und schneller als gedacht stand Luis in der Startvorbereitungszone. Voller Erwartung was da jetzt dann auf ihn zukommt.

Direkt nach dem Hobbyrennen wurden dann die Rennen der Schülerklassen gestartet, die nach den U15 mit einem Abstand von 20sec U13 und 10sec U11 losfuhren. Somit waren alle Schülerklassen gleichzeitig auf dem Rundkurs, wodurch nach kurzer Zeit alle Fahrer mehr oder weniger über den gesamten Kurs verteilt waren. Insofern ein Riesenvorteil, als dass niemand verloren geht und man immer eine Gruppe findet, in der man mitfahren kann. Ganz klar geben die erfahrenen Rennfahrer hier gleich richtig Gas, für Luis galt es sein Bestes zu geben und die 25min Renndauer durchzufahren. Und hier Hut ab und mein voller Respekt, das hat er mit vollem Einsatz und engagierter Fahrweise wirklich super umgesetzt. Während dem ganzen Rennen hat Luis nicht einmal aufgesteckt und hat immer versucht in der jeweiligen Gruppe so lang wie möglich mitzuhalten.

Nach 25min die letzte Runde und schon war der Zieleinlauf. Total fertig, aber glücklich konnte ihn sein Vater und ich nach der Ausfahrrunde in Empfang nehmen. Der Papa von Luis, glaube ich, war etwas überrascht „so fertig habe ich meinen Sohn noch nie gesehen“. Ja, das ist Rennfahren, aber Luis war glücklich und stolz, dass er sein erstes Rennen so toll durchgestanden hat. Naja, nach einer etwas längeren Verschnaufpause galt es noch etwas die Rennatmosphäre aufzusaugen und die Wasserspeicher wieder aufzufüllen. Ich denke ich konnte nach dem Rennen einen glücklichen Rennfahrer und einen stolzen Papa nach Hause schicken und vielleicht……., wir lassen hier Luis entscheiden wie es weitergeht.

Noch eine kleine Randnotiz, auch für mich war es das erste Rennen als Trainer und ich muss sagen es macht einen Riesenspaß die jungen Wilden auf ihren ersten Schritten zu begleiten und die ein oder andere Erfahrung aus dem eigenen Rennfahren zu vermitteln.