Ein Wochenende im Pfälzerwald

2005pfaelzerwald 05Eigentlich sollte es ja ein Trip zur Tourankunft in Karlsruhe werden. Lange Staus und die schlechten Aussichten auf gute Plätze bewogen uns den Tourausflug zu einem langen Wochenende im Dahner Felsenland umzuwandeln.

3 Touren waren geplant bei denen die schönsten Strecken der Südwestpfalz und der Nordvogesen abgefahren wurden. Das Quartier lag in der Nähe von Dahn inmitten des Dahner Felsenlandes. Bizarre Steinformationen prägen diese Landschaft ebenso wie die Unmengen von Burgen welche auf fast jedem Hügel trohnen. Trifels, Gräfenstein und Berwartstein sind nur einige davon. Neben der herrlichen Landschaft boten sich auch genügend Möglichkeiten die Kulinarischen Leckereien des nördlichen Elsass und der Pfalz kennen zu lernen. Flammkuchen, Pfälzer Saumagen und Hooriche standen auf den Abendlichen Verpflegungslisten.

Tour I - Durchs Bärenthal
Die erste der geplanten Touren sollte uns durch den Naturpark Nordvogesen führen.
Ausgehend von Dahn fuhren wir Richtung Hagenau um dann nach ca 40km in das Bärenthal abzubiegen. Fast 35km fuhren wir auf leicht ansteigender Strasse Richtung Lemberg ohne dass uns auch nur ein Auto begegnen sollte. Von Lemberg ging es weiter durch die Nordvogesen in Richtung Bitche einer Kleinstadt im Department Moselle welche von einer gigantischen Festung aus dem 15 Jahrhundert überragt wird. Zur Grenze nach Deutschland waren es dann noch ca 20km. Im Grenzort Walschbronn wurde eine kleine Rast eingelegt

Weiter ging es über Kröppen nach Eppenbrunn dann geschah das unvermeidbare, Der Himmel öffnete sich und es begann ein nicht enden wollender Wolkenbruch. Die letzten 30 der insgesamt 130km wurden bei strömenden Regen zurückgelegt

Tour II - Durch Pfälzerwald und Weinberge
Über Eschkopf und Kalmit die beiden höchsten Berge der Südpfalz sollte unsere Samstagstour gehen. Vorbei an der Burg Berwartstein führte die Anfahrt ehe nach ca 35km auch der erste Anstieg des Tages begann. 7km waren bei ca 8-10% Steigung zu fahren ehe der Hermersberger Hof erreicht wurde. Über verkehrsarme Strassen fuhren wir durch das Elmsteiner Tal um von dort auf die "Totenkopfstrasse" auf die Kalmit abzubiegen. Weitere 7 km Steigung wollten gefahren werden. Auf der Kalmit angekommen bot sich eine herrliche Abfahrt in die Weinberge der Vorderen Pfalz. Über Edenkoben, Sankt Martin ging es weiter durch die Weinberge auf und ab Richtung Ramberg. Dies sollte der letzte Anstieg des Tages sein. Von Ramberg nach Annweiler vorbei am Trifels ging es wieder zurück in Richtung Dahn. 133km und ein Super Wetter waren der Lohn der Anstrengung.

Tour III - Durchs Dahner Felsenland
Richtung Wissembourg ging es durch das Tal der Lauter 25km leicht fallend ehe die Grenze nach Frankreich überquert wurde. Kurz nach Wissembourg begann ein leichter Anstieg zum Luxenkopf und schon ging es wieder bergab in Richtung Lebach. Ab Lebach begann eine nicht enden wollendes auf und ab Richtung Bitsch bis zur Deutschen Grenze.

Eine kleine Pause erwies sich im Nachhinein als sinnvoll, denn wie wir an der Strasse sahen hatte es Richtung Grenze ziemlich stark geregnet.

Durch den südlichsten Teil des Pfälzerwaldes ging es vorbei an Eppenbrunn durch wilde und einsame Täler Richtung Dahn. Immer wieder begleitet von bizarren Gesteinsformationen und wildromantisch im Tal gelegenen Weihern und Bächen. Nach 125km beendete ein letzter Einkehrschwung im Burghof der Burg Berwartstein ein schönes Wochenende im Pfälzerwald.